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AI-LEAD · Pfad 2: Führen und Wert schaffen

Führen in der Human-Agent-Organisation

Zwei Tage, nach denen Ihre Führungskräfte wissen, was sie an einen Assistenten delegieren und was niemals.

Dauer
2 Tage
Gruppe
bis 12 Personen
Format
Inhouse · Remote
Sprache
Deutsch oder Englisch
Preis
15.800 € pauschal, zzgl. MwSt.

Für wen dieser Track ist

Führungskräfte mit Personalverantwortung, vom Teamleiter bis zum Bereichsleiter, maximal zwölf Personen. Für Häuser, in denen Assistenten bereits verfügbar sind oder kurz vor der Einführung stehen und die Führungsebene den Umgang damit noch nicht geregelt hat.

Für wen nicht

Nicht für die Geschäftsleitung, die zuerst die Grundsatzentscheidung braucht, die startet im Sovereign AI Executive Briefing (AI-EXEC). Auch nicht für Mitarbeitende ohne Führungsrolle, die sind in Sicher produktiv mit KI arbeiten (AI-WORK) richtig.

Ausgangssituation

Die Werkzeuge sind da oder kommen, aber die Führungsfragen sind offen: Welche Aufgaben dürfen an einen Assistenten gehen, wer haftet für dessen Entwürfe, wie spricht man mit einem Team, das Überwachung oder Ersetzung fürchtet? Manche Führungskräfte delegieren zu viel und prüfen nichts, andere blockieren alles. Beides kostet Vertrauen und Ergebnis.

Das existiert nach dem Track

  • Eine Delegationsmatrix je Führungskraft: welche Aufgabenklassen an Assistenten gehen, welche an Agenten mit Freigabe, welche beim Menschen bleiben
  • Ein Entscheidungs- und Eskalationsmodell mit Freigabestufen nach dem Prinzip: der Assistent entwirft, der Mensch gibt frei
  • Ein 90-Tage-Adoption-Plan für das eigene Team mit den ersten drei Führungsroutinen
  • Eine belastbare Gesprächslinie für Betriebsrat und Team, die Ängste ernst nimmt statt sie wegzumoderieren
  • Ein dokumentiertes Rollenbild der Führungskraft in der Human-Agent-Organisation

Voraussetzungen

Personalverantwortung und erste eigene Berührung mit einem KI-Assistenten. Wer noch nie mit einem Assistenten gearbeitet hat, holt das mit dem Prework in einer Stunde nach.

Vorarbeit vor dem Track

Jede Führungskraft zerlegt vorab eine typische Arbeitswoche in zehn wiederkehrende Aufgaben und notiert zu jeder eine Einschätzung: würde ich das delegieren, an wen, und was hält mich zurück. Diese Listen sind das Arbeitsmaterial von Tag 1.

Lieferumfang

  • Zwei Präsenz- oder Remote-Tage, gehalten von Dino Bordonaro
  • Vorlagen für Delegationsmatrix, Eskalationsmodell und Adoption-Plan zur Weiterverwendung im Haus
  • Gesprächsleitfaden für Team- und Betriebsratsgespräche
  • Teilnahmezertifikate und revisionssichere Schulungsdokumentation als Baustein Ihres Art.-4-Nachweises
  • 60-minütige Remote-Sprechstunde für die Gruppe vier Wochen nach dem Training

Agenda

Tag 1

09:00

Ihr Führungsalltag im Röntgenbild

Arbeit an den mitgebrachten Wochenlisten: Welche der zehn Aufgaben sind Entwurfsarbeit, welche sind echte Entscheidungen? Erste Sortierung an der Wand, die Muster über alle Teilnehmenden hinweg werden sichtbar.

10:30

Was Assistenten und Agenten heute wirklich leisten

Live-Arbeit am System: Zielvereinbarungs-Entwurf, Vorbereitung eines schwierigen Feedbackgesprächs, Meeting-Zusammenfassung. Inklusive eines sichtbaren Fehlers und der Frage: Woran hätte ich den erkannt, wenn ich nur überflogen hätte?

13:00

Delegationsregeln

Aufbau der Aufgabenklassen-Matrix: geht an den Assistenten, geht an den Agenten mit Freigabe, bleibt beim Menschen. Übung an den eigenen Wochenlisten, Grenzfälle werden in der Gruppe entschieden. Leitprinzip: der Assistent entwirft, der Mensch gibt frei.

15:00

Entscheidungs- und Eskalationsmodell

Freigabestufen definieren: Wann genügt Stichprobe, wann braucht es Vier-Augen, wann ist KI tabu? Drei kritische Fälle werden durchgespielt, darunter ein fehlerhafter Entwurf, der beinahe rausgegangen wäre.

16:15

Tagesergebnis: Ihre Delegationsmatrix steht

Jede Führungskraft dokumentiert Matrix und Freigabestufen für das eigene Team und stellt sie einem Partner im Peer-Review vor. Offene Punkte werden für Tag 2 notiert.

Tag 2

09:00

Ängste ernst nehmen

Die echten Einwände auf dem Tisch: Ersetzt mich das? Wird meine Arbeit jetzt gemessen? Übung: Antwortlinien formulieren, die ehrlich sind statt beschwichtigend, und benennen, was die Führungskraft zusagen kann und was nicht.

10:30

Betriebsrat und Mitbestimmung

Welche Einführungsschritte mitbestimmungsrelevant sein können, wie frühe Einbindung konkret aussieht und welche Zusagen tragfähig sind. Keine Rechtsberatung, aber eine Gesprächsstruktur, die im Termin mit dem Gremium trägt. Übung: Eröffnung des Betriebsratsgesprächs im Rollenspiel.

13:00

Der Adoption-Plan

Die ersten 90 Tage im eigenen Team: Vorbild-Nutzung der Führungskraft, drei Team-Routinen, Erfolgsmessung ohne Überwachungsgefühl. Jede Führungskraft entscheidet: Mit welcher Aufgabe startet mein Team in Woche 1?

14:30

Führungsroutinen live

Simulation eines Weeklys mit Assistenten-Entwürfen: Entwurf prüfen, Freigabe erteilen oder verweigern, Feedback an das Team formulieren. Die Freigaberegeln von Tag 1 werden unter Zeitdruck angewendet.

16:00

Tagesergebnis: Ihr Plan vor der Gruppe

Jede Führungskraft stellt Delegationsmatrix und Adoption-Plan in fünf Minuten vor, die Gruppe hält mit den härtesten Einwänden dagegen. Fixierte Fassung geht in die Schulungsdokumentation.

Übungen und Lab-Anteil

Rund die Hälfte der Zeit ist Übung: Live-Arbeit mit einem Assistenten an eigenen, anonymisierten Führungsaufgaben, Rollenspiele zu Team- und Betriebsratsgesprächen und eine Weekly-Simulation mit echten Freigabeentscheidungen.

Plattformen

Gearbeitet wird in Ihrem eigenen Assistenten-Tenant, etwa Microsoft 365 Copilot, oder in unserer Lab-Umgebung mit dem Sovereign Assistant, jeweils in der verfügbaren Version. Vertrauliche Personalthemen werden ausschließlich anonymisiert bearbeitet.

Transfernachweis

Der Transfernachweis ist die Präsentation von Delegationsmatrix und Adoption-Plan vor der Gruppe am Ende von Tag 2. Beide Artefakte und die Teilnahme werden revisionssicher dokumentiert.

Mitgenommene Artefakte

  • Delegationsmatrix für das eigene Team mit Freigabestufen
  • Entscheidungs- und Eskalationsmodell als Dokument
  • 90-Tage-Adoption-Plan mit drei Führungsroutinen
  • Gesprächsleitfaden für Team und Betriebsrat
  • Rollenbild Führungskraft in der Human-Agent-Organisation

Optionale Erweiterungen

  • Use-Case- und Business-Case-Sprint (AI-VALUE), wenn aus den Team-Ideen ein Portfolio werden soll
  • AI Champions Program (AI-CHAMP) für Multiplikatoren aus den Teams der Teilnehmenden
  • EU AI Act und AI Governance (AI-GOV), wenn Richtlinien und Aufsichtsfragen anstehen

Abgrenzung

Das Training befähigt Führungskräfte, es ersetzt keine arbeitsrechtliche Beratung, keine Betriebsvereinbarung und keine Einführung der Werkzeuge selbst. Für Richtlinien und Governance-Strukturen ist AI-GOV der passende Track.

Häufige Fragen

Kann unser Betriebsrat teilnehmen?

Ja, und in vielen Häusern ist das klug. Ein bis zwei Plätze für Betriebsratsmitglieder verändern die spätere Einführungsdiskussion spürbar, weil beide Seiten mit denselben Begriffen und demselben Eskalationsmodell arbeiten.

Funktioniert das Format remote?

Ja, beide Tage laufen vollständig remote, inklusive der Rollenspiele in Kleingruppenräumen. Erfahrungsgemäß ist Präsenz bei den Angst- und Betriebsratsthemen dichter, deshalb empfehlen wir mindestens Tag 2 vor Ort.

Unsere Führungskräfte haben sehr unterschiedliches Vorwissen. Ist das ein Problem?

Nein. Das Prework holt alle auf einen gemeinsamen Stand, und gearbeitet wird an den eigenen Aufgabenlisten, nicht an fremden Beispielen. Wer schon viel delegiert, schärft seine Freigaberegeln, wer skeptisch ist, arbeitet an belastbaren Grenzen.