AI-VALUE · Pfad 2: Führen und Wert schaffen
Use-Case- und Business-Case-Sprint
Zwei Tage, nach denen Ihre KI-Ideenliste ein priorisiertes Portfolio mit Eigentümern und Zahlen ist.
- Dauer
- 2 Tage
- Gruppe
- bis 12 Personen
- Format
- Inhouse · Remote
- Sprache
- Deutsch oder Englisch
- Preis
- 15.800 € pauschal, zzgl. MwSt.
Für wen dieser Track ist
Gemischte Runden aus Führungskräften, Fachbereichsvertretern und Geschäftsleitung, maximal zwölf Personen. Für Häuser, in denen viele KI-Ideen kursieren, aber niemand belastbar sagen kann, welche davon Geld verdienen, Risiken bergen oder schlicht niemanden haben, der sie trägt.
Für wen nicht
Nicht für Häuser ohne jede KI-Grundlage, dort fehlt dem Sprint das Material. Starten Sie mit dem AI Literacy Praxislabor (AI-LIT-LAB) oder dem Executive Briefing (AI-EXEC). Auch nicht für Teams, die bereits ein priorisiertes Portfolio haben und Umsetzung suchen, dort passt je nach Fall AI-RAG oder AI-AGENT.
Ausgangssituation
Die Ideenliste wächst schneller als die Entscheidungsfähigkeit: jede Abteilung hat Wünsche, ein Pilot läuft irgendwo halbherzig, und die Geschäftsleitung fragt nach dem Return. Ohne gemeinsames Bewertungsraster gewinnt der lauteste Vorschlag statt des wertvollsten, und ohne Eigentümer stirbt jeder Use Case nach dem Workshop.
Das existiert nach dem Track
- Ein bereinigtes Use-Case-Inventar aus den vorab eingereichten Steckbriefen, Duplikate zusammengeführt, Luftschlösser aussortiert
- Eine Wert-Risiko-Matrix mit allen Kandidaten und einer begründeten Top-Gruppe
- Eine grobe Wirtschaftlichkeitsrechnung je Top-Use-Case mit konservativen, dokumentierten Annahmen
- Ein benannter Eigentümer, ein Erfolgsmaß und das größte Hindernis je Top-Use-Case
- Ein 90-Tage-Plan für die zwei bis drei besten Kandidaten mit Scope, Beteiligten und Messpunkten
Voraussetzungen
Grundverständnis, was Assistenten und Sprachmodelle leisten, etwa aus AI-LIT-LAB oder AI-EXEC. Entscheidend ist, dass die Runde ihre Prozesse kennt und Prioritäten setzen darf.
Vorarbeit vor dem Track
Jede teilnehmende Person reicht vorab zwei bis drei Use-Case-Steckbriefe auf unserer Vorlage ein: welches Problem, wessen Zeit, welche Daten, welche Systeme. Ohne Steckbriefe kein Sprint, das Material der zwei Tage entsteht vorher.
Lieferumfang
- Zwei Präsenz- oder Remote-Tage, gehalten von Dino Bordonaro
- Steckbrief-Vorlage und Bewertungsraster als wiederverwendbare Werkzeuge für künftige Portfolio-Runden
- Rechenmodell für die Wirtschaftlichkeitsschätzung mit dokumentierten Annahmen
- Portfolio-Dokument mit Matrix, Business Cases und 90-Tage-Plan binnen fünf Werktagen
- Teilnahmezertifikate und Schulungsdokumentation
- 60-minütiges Portfolio-Review remote nach acht Wochen
Agenda
Tag 1
Der Ideen-Stapel auf dem Tisch
Alle eingereichten Steckbriefe hängen an der Wand. Je Steckbrief drei Prüffragen: Welches Problem, wessen Zeit, welche Daten? Duplikate werden zusammengeführt, Unklares wird vom Einreicher in 60 Sekunden nachgeschärft.
Das Bewertungsraster
Wert-Dimensionen (Zeitgewinn, Qualität, Risikominderung) und Risiko-Dimensionen (Datenklasse, Prozesskritikalität, Akzeptanz) werden festgelegt. Kalibrierungs-Übung: zwei Fälle bewertet die ganze Runde gemeinsam, bis das Raster für alle gleich tickt.
Die Wert-Risiko-Matrix entsteht
Alle Use Cases werden in Kleingruppen bewertet und in die Matrix eingeordnet. Die Grenzfälle werden im Plenum ausgefochten. Entscheidung des Tages: Welche fünf bis sieben Kandidaten bilden die Top-Gruppe?
Machbarkeits-Check der Top-Gruppe
Je Top-Kandidat: Wie ist die Datenlage, welche Systeme sind beteiligt, welcher Reifegrad ist nötig? Wo es passt, zeigen wir am Sovereign Assistant in unserer Lab-Umgebung, wie nah ein vergleichbarer Fall heute schon ist.
Tagesergebnis: das priorisierte Portfolio
Die Matrix steht, die Top-Gruppe ist benannt und begründet, jeder Grenzfall hat eine dokumentierte Entscheidung. Foto-Protokoll geht noch am Abend an alle.
Tag 2
Konservativ rechnen
Die Rechenlogik: eingesparte Stunden mal Häufigkeit mal Vollkostensatz, abzüglich Adoption-Abschlag und Prüfaufwand. Übung am gemeinsamen Beispiel: dieselbe Idee einmal optimistisch, einmal konservativ gerechnet, die Differenz ist die Diskussion.
Business Cases in Kleingruppen
Jede Gruppe rechnet ein bis zwei Top-Kandidaten durch und dokumentiert jede Annahme. Regel: Jede Zahl muss einer kritischen Nachfrage der Geschäftsführung standhalten.
Eigentümer und Hindernisse
Je Use Case werden festgelegt: ein Eigentümer mit Namen, ein Erfolgsmaß, das größte Hindernis. Entscheidung im Raum: Wer trägt was, und welcher Use Case bleibt ohne Eigentümer liegen, bis sich einer findet?
Der 90-Tage-Plan
Für die zwei bis drei besten Kandidaten wird der Pilot zugeschnitten: Scope klein genug für 90 Tage, Beteiligte, Messpunkte, erster Meilenstein in Woche 2. Abgleich mit Ihrem Reifegrad: was braucht erst Daten- oder Governance-Arbeit?
Pitch und Tagesergebnis
Jede Gruppe pitcht ihren Case in fünf Minuten, als säße die Geschäftsführung im Raum. Feedback nach Raster, letzte Korrekturen, das Portfolio-Dokument wird fixiert und der Review-Termin in acht Wochen vereinbart.
Übungen und Lab-Anteil
Der Sprint ist durchgehend Arbeit am eigenen Material: bewerten, rechnen, entscheiden, pitchen. Dazu kommen gezielte Live-Gegenproben am Sovereign Assistant in unserer Lab-Umgebung, um Machbarkeitseinschätzungen an einem echten System zu erden.
Plattformen
Der Sprint ist werkzeugneutral. Machbarkeits-Demos laufen auf unserer Lab-Umgebung in der jeweils verfügbaren Version, ohne Kundendaten. Ihre Steckbriefe und Rechnungen bleiben in Ihren Dokumenten.
Transfernachweis
Der Transfernachweis ist der Abschluss-Pitch mit dokumentiertem Business Case je Kleingruppe. Portfolio, Annahmen und Eigentümer werden im Portfolio-Dokument festgehalten und im Review nach acht Wochen gegen den Ist-Stand geprüft.
Mitgenommene Artefakte
- Portfolio-Dokument mit Wert-Risiko-Matrix und Top-Gruppe
- Business-Case-Rechnungen mit dokumentierten konservativen Annahmen
- Eigentümer-Liste mit Erfolgsmaß und größtem Hindernis je Use Case
- 90-Tage-Plan für die Top-Kandidaten
- Steckbrief-Vorlage und Bewertungsraster für künftige Runden
Optionale Erweiterungen
- AI Champions Program (AI-CHAMP), damit die Pipeline nach dem Sprint gepflegt wird statt zu veralten
- AI Risk Classification Lab (AI-RISK) für die AI-Act-Einordnung der Top-Use-Cases
- Enterprise RAG Engineering (AI-RAG), wenn ein Top-Use-Case auf Unternehmenswissen aufsetzt
Abgrenzung
Der Sprint priorisiert und rechnet, er implementiert nicht. Die Umsetzung der Piloten liegt bei Ihren Eigentümern, auf Wunsch begleitet durch die Engineering-Tracks oder Produkte des Hauses. Der Sprint ersetzt keine Investitionsrechnung Ihres Controllings, er liefert ihr die belastbaren Eingangsgrößen.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den Sprint von einem Ideen-Workshop, den wir selbst moderieren könnten?
Drei Dinge: ein kalibriertes Bewertungsraster statt Bauchgefühl, konservative Rechnungen, die einer Controlling-Nachfrage standhalten, und die Erdung an einem echten System aus fast 30 Jahren IT- und Trainingspraxis. Das Ergebnis ist ein Dokument, mit dem die Geschäftsführung entscheiden kann, kein Post-it-Foto.
Müssen wirklich alle Teilnehmenden vorab Steckbriefe einreichen?
Ja. Der Sprint bewertet und rechnet, er erfindet nicht. Die Steckbrief-Vorlage führt durch vier kurze Felder und kostet je Idee etwa 15 Minuten. Erfahrungsgemäß entscheidet die Qualität der Steckbriefe über die Qualität des Portfolios.
Lohnt sich der Sprint, wenn wir erst zwei oder drei Ideen haben?
Bei weniger als etwa zehn Steckbriefen aus mindestens zwei Bereichen empfehlen wir ehrlich einen anderen Einstieg: das Executive Briefing (AI-EXEC) oder das AI Literacy Praxislabor (AI-LIT-LAB) erzeugen die Breite, aus der ein Portfolio erst entstehen kann.