AI-START · Pfad 1: Verstehen und sicher nutzen
KI-Einstieg für den Berufsstart
Ein Tag, an dem Berufseinsteiger lernen, KI als Lernwerkzeug zu nutzen, ohne ihr blind zu vertrauen: Aufgaben erklären lassen, gute Rückfragen stellen, Quellen prüfen und die eigene Verständnislücke erkennen, bevor sie zum Fehler wird.
- Dauer
- 1 Trainingstag
- Gruppe
- 4 bis 12 Personen
- Format
- Inhouse · Remote
- Sprache
- Deutsch oder Englisch
- Vorlauf
- ab 2 Wochen
- Preis
- 7.900 € pauschal, zzgl. MwSt.
Durchführung ab vier tatsächlich angemeldeten Teilnehmenden. Der Termin wird nach Abstimmung von Umfang, Voraussetzungen und Verfügbarkeit schriftlich bestätigt.
Für wen dieser Track ist
Auszubildende, Berufseinsteiger, Umschulende und Quereinsteiger in den ersten Berufsjahren. Ideal als gemeinsamer Start für einen Ausbildungs- oder Trainee-Jahrgang, auch ohne jede KI-Vorerfahrung.
Für wen nicht
Nicht für erfahrene Fachkräfte, die ihre bestehenden Abläufe beschleunigen wollen, die starten in Sicher produktiv mit KI arbeiten (AI-WORK). Auch nicht als Ersatz für die fachliche Ausbildung selbst.
Ausgangssituation
Berufseinsteiger nutzen KI oft längst, aber heimlich und ungeprüft: Der Assistent erklärt den Fachbegriff, schlägt die Antwort vor, und die klingt gut. Ob sie stimmt, kann am Anfang niemand selbst beurteilen. Genau da entsteht entweder eine gefährliche Abkürzung oder, mit Anleitung, ein echter Lernbeschleuniger.
Das existiert nach dem Track
- Eine persönliche Lernroutine: erklären lassen, rückfragen, Quelle prüfen, selbst erklären
- Ein geübter Umgang mit Unsicherheit: erkennen, wann eine Antwort nur plausibel klingt
- Eine klare Regel, wann eine erfahrene Person einbezogen werden muss
- Ein selbst bearbeiteter synthetischer Übungsfall mit dokumentierter Prüfung
- Die Datenregeln des Hauses am eigenen Arbeitsplatz angewendet
Voraussetzungen
Keine. Ein Laptop mit Browser genügt. Der Track setzt bewusst keine KI-Vorerfahrung voraus.
Vorarbeit vor dem Track
Sie sammeln vorab drei Begriffe oder Aufgaben aus Ihrem Ausbildungs- oder Arbeitsalltag, die Sie noch nicht sicher erklären können. Diese Fälle werden am Nachmittag zu Ihrem Übungsmaterial.
Lieferumfang
- 1 Trainingstag mit Dino Bordonaro, inhouse oder remote
- Übungsfälle auf synthetischen Daten, keine echten Kundendaten nötig
- Lernroutine-Karte und Prüffragen-Vorlage zur Weiterverwendung
- Teilnahmezertifikat und Schulungsdokumentation
- 4 Wochen später eine 60-Minuten-Fragerunde remote für offene Fälle
Agenda
Was KI kann und woher die Antworten kommen
Funktionsweise in verständlichen Bildern: Sprachmodelle erzeugen plausible Fortsetzungen, keine geprüften Wahrheiten. Erste Übung: dieselbe Frage dreimal stellen und die Unterschiede erklären.
Aufgaben erklären lassen, richtig
Ein Fachbegriff, ein Prozess, eine Fehlermeldung: Wie man eine Erklärung anfordert, die zum eigenen Wissensstand passt, und welche Rückfragen die Erklärung testbar machen.
Quellen prüfen statt glauben
Übung an präparierten Ausgaben: Welche Aussage hat eine prüfbare Quelle, welche klingt nur so? Jeder Teilnehmer findet mindestens eine eingebaute plausible Falschaussage.
Datenregeln am eigenen Arbeitsplatz
Was darf in welche KI: Fallkarten mit typischen Situationen aus Ausbildung und Einstieg. Kundendaten, interne Unterlagen, eigene Notizen. Die Hausregeln werden konkret statt abstrakt.
Der eigene Übungsfall
Jeder bearbeitet einen mitgebrachten Begriff oder eine Aufgabe mit der gelernten Routine: erklären lassen, rückfragen, Quelle prüfen, Verständnis dokumentieren. Peer-Austausch zu zweit.
Selbst erklären, ohne KI daneben
Die Nagelprobe: Jeder erklärt seinen Fall in eigenen Worten vor der Kleingruppe. Was noch wackelt, wird sichtbar und bekommt eine konkrete Lernaufgabe.
Eskalation und nächster Schritt
Wann muss eine erfahrene Person ran: die persönliche Grenze schriftlich festlegen. Jeder geht mit einer Lernroutine-Karte und einem konkreten nächsten Übungsschritt.
Übungen und Lab-Anteil
Rund zwei Drittel des Tages sind eigene Übung an synthetischen Fällen und den mitgebrachten eigenen Begriffen, inklusive der Abschlussrunde, in der jeder seinen Fall ohne KI erklärt.
Plattformen
Durchführung mit dem in Ihrem Haus freigegebenen KI-Werkzeug in der jeweils verfügbaren Version. Auf Wunsch stellen wir Übungszugänge auf unserer Lab-Umgebung, gearbeitet wird dann ausschließlich mit synthetischen Übungsdaten.
Transfernachweis
Bestanden hat, wer seinen Übungsfall am Ende in eigenen Worten erklären kann und die Prüfroutine daran nachweisbar angewendet hat. Das Ergebnis wird in der Schulungsdokumentation festgehalten.
Mitgenommene Artefakte
- Persönliche Lernroutine-Karte mit den vier Schritten
- Prüffragen-Vorlage für künftige KI-Antworten
- Dokumentierter eigener Übungsfall mit Prüfprotokoll
Optionale Erweiterungen
- AI Literacy Praxislabor (AI-LIT-LAB) zur Vertiefung der Grundlagen im Team
- Sicher produktiv mit KI arbeiten (AI-WORK), sobald eigene Abläufe dazukommen
- Regelmäßige 60-Minuten-Fragerunden als Lernbegleitung
Abgrenzung
Der Track ersetzt keine fachliche Ausbildung und erteilt keine Berechtigungen. KI hilft beim Lernen, die Freigabe für Eingriffe in echte Systeme bleibt beim verantwortlichen Menschen.
Häufige Fragen
Unsere Auszubildenden nutzen privat längst ChatGPT. Reicht das nicht?
Private Nutzung übt genau das Falsche: schnelle Antworten übernehmen, ohne sie zu prüfen. Der Track dreht das um. Die KI bleibt Werkzeug, aber die Prüfroutine und das eigene Erklären machen aus der Abkürzung einen Lernweg.
Ist der Tag nicht zu früh im ersten Lehrjahr?
Nein, im Gegenteil. Die Gewohnheiten entstehen in den ersten Monaten. Wer von Anfang an rückfragt, Quellen prüft und die eigene Grenze kennt, lernt schneller und sicherer als jemand, der sich das spätere Abgewöhnen erarbeiten muss.
Können Ausbilder oder Teamleitungen teilnehmen?
Ja, ein bis zwei begleitende Ausbilder pro Gruppe sind ausdrücklich willkommen. Sie erleben die Lernroutine mit und können sie danach im Alltag einfordern. Für die eigene Führungsperspektive passt anschließend Teams mit KI führen (AI-LEAD).