AI-RISK · Pfad 3: Regeln und schützen
AI Risk Classification Lab
Ein Tag, an dem Ihre echten Anwendungen eingestuft werden statt allgemeiner Fallbeispiele aus einer Folie.
- Dauer
- 1 Tag
- Gruppe
- bis 12 Personen
- Format
- Inhouse · Remote
- Sprache
- Deutsch oder Englisch
- Preis
- 7.900 € pauschal, zzgl. MwSt.
Für wen dieser Track ist
Für Governance-Verantwortliche und Führungskräfte, die eine Liste eingesetzter oder geplanter KI-Anwendungen belastbar einstufen müssen. Ideal, wenn Sie den Überblick aus AI-GOV haben und nun einzelne Fälle sauber entscheiden wollen.
Für wen nicht
Nicht für Häuser, die noch kein Bild von Rollen, Register und Aufsicht haben. Die beginnen mit EU AI Act und AI Governance (AI-GOV). Wer die Sicherheit einer Anwendung prüfen will, bucht Secure GenAI und Agent Threat Modeling (AI-SEC).
Ausgangssituation
Sie haben eine wachsende Liste von KI-Anwendungen, aber die Einstufung ist Bauchgefühl. Mal heißt es pauschal hochrisiko, mal wird ein heikler Fall als harmlos durchgewunken, und niemand kann die Entscheidung nachvollziehbar begründen, wenn eine Aufsicht oder ein Kunde fragt.
Das existiert nach dem Track
- Jeder eingebrachte Use Case ist einer Klasse zugeordnet: verboten, hochrisiko, transparenzpflichtig oder minimal
- Dokumentierte Entscheidungskriterien, die zeigen, warum ein Fall in seine Klasse fällt
- Ein benannter Kontrollbedarf je Fall statt einer pauschalen Aussage für alles
- Eine priorisierte Liste, welche Anwendungen zuerst Maßnahmen brauchen
Voraussetzungen
Eine Liste Ihrer eingesetzten oder geplanten KI-Anwendungen und Grundkenntnisse ihres jeweiligen Zwecks. Vorwissen zum EU AI Act hilft, ist aber nicht Bedingung.
Vorarbeit vor dem Track
Sie bringen Steckbriefe zu mindestens fünf realen Use Cases mit: Zweck, betroffene Personen, verarbeitete Daten, eingesetztes Modell und Ihre Rolle. Diese Fälle werden im Lab klassifiziert.
Lieferumfang
- Ein Präsenz- oder Remote-Tag mit Dino Bordonaro und maximal zwölf Teilnehmenden
- Klassifikations-Entscheidungsbaum und Kriterienkatalog als Arbeitsvorlage
- Dokumentationsvorlage je Fall mit Klasse, Begründung und Kontrollbedarf
- Revisionssichere Schulungsdokumentation und Teilnahmezertifikate
- 15-minütiges Nachgespräch zur Priorisierung Ihrer Maßnahmenliste
Agenda
Die vier Klassen sauber getrennt
Verboten, hochrisiko, transparenzpflichtig, minimal. Woran man jede erkennt und wo die Graubereiche liegen. Kernfrage: Warum richtet sich Hochrisiko nach Use Case und Rolle und nicht pauschal nach Branche?
Der Entscheidungsbaum in der Anwendung
Wir gehen den Kriterienkatalog Schritt für Schritt durch. Übung an einem gemeinsamen Beispielfall, bis jeder Teilnehmer den Baum sicher liest.
Ihre echten Fälle, Runde eins
Jeder Teilnehmer klassifiziert zwei eigene Use Cases live. Entscheidung: In welche Klasse fällt der Fall und welche zwei Kriterien tragen die Entscheidung?
Ihre echten Fälle, Runde zwei und Streitfälle
Wir nehmen die schwierigen Fälle vor die Gruppe. Übung: Wo Meinungen auseinandergehen, dokumentieren wir beide Lesarten und die Bedingung, die den Ausschlag gibt.
Kontrollbedarf und Priorisierung
Je Fall benennen wir, welche Kontrolle nötig ist und wie dringend. Tagesergebnis: eine dokumentierte, priorisierte Klassifikationsliste Ihrer eingebrachten Anwendungen.
Übungen und Lab-Anteil
Der größte Teil des Tages ist Klassifikationsarbeit an Ihren eigenen Use Cases. Jeder Teilnehmer verlässt das Lab mit dokumentierten Entscheidungen zu seinen realen Fällen.
Plattformen
Durchführung in Ihren Räumen oder remote. Gearbeitet wird an Ihren eigenen Anwendungssteckbriefen, es werden keine produktiven Systeme angebunden.
Transfernachweis
Geprüft wird die dokumentierte Klassifikationsliste am Ende des Tages: Klasse, zwei tragende Kriterien und Kontrollbedarf je Fall. Teilnahme und Inhalte werden revisionssicher dokumentiert.
Mitgenommene Artefakte
- Klassifikationsliste Ihrer Use Cases mit Klasse je Fall
- Dokumentierte Entscheidungskriterien je Einstufung
- Kontrollbedarf und Dringlichkeit je Fall
- Priorisierte Maßnahmenliste als Startpunkt
Optionale Erweiterungen
- EU AI Act und AI Governance (AI-GOV) für Register, Rollen und Kontrollkalender rundherum
- Secure GenAI und Agent Threat Modeling (AI-SEC) für die als hochrisiko eingestuften Anwendungen
- Begleitende Klassifikation weiterer Fälle als getrennt buchbarer Werkstatt-Tag
Abgrenzung
Das Lab liefert nachvollziehbare Einstufungen mit dokumentierten Kriterien. Es ersetzt keine individuelle Rechtsberatung und keine verbindliche behördliche Auskunft.
Häufige Fragen
Ist die Einstufung rechtlich verbindlich?
Nein. Sie erhalten eine nachvollziehbar begründete, dokumentierte Klassifikation nach den Kriterien des EU AI Act. Für verbindliche Aussagen im Einzelfall bleibt die anwaltliche Prüfung Ihr Weg, unsere Dokumentation ist dafür eine belastbare Grundlage.
Wir haben mehr als zwölf Anwendungen, reicht ein Tag?
An einem Tag klassifizieren wir Ihre wichtigsten Fälle gemeinsam und schulen den Entscheidungsbaum so, dass Sie den Rest selbst einstufen. Für große Bestände lässt sich ein weiterer Werkstatt-Tag anschließen.
Brauchen wir dafür Vorwissen zum Gesetzestext?
Nein. Wir führen die vier Klassen und die Kriterien am Vormittag ein. Hilfreich ist, dass Sie den Zweck und die Datenlage Ihrer Fälle kennen, denn genau daran entscheidet sich die Klasse.